Spiel Spiel
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Spiel

Ein wesentlicher Bereich der heilpädagogischen Frühförderung im Rahmen der Entwicklungsförderung ist das Spiel. Spiel bedeutet für das Kind selbstbestimmtes Tun, das Kind nimmt die Welt in sich auf, es "begreift" sie.


Im Spiel lernt das Kind, wie es die Welt verändern kann, was ihm wichtig ist, was es gern wäre. So drückt es im Spiel aus, was es in Worte noch nicht kleiden kann. Spiel wird von inneren Prozessen, Wünschen, Problemen, Ängsten motiviert. Wesentliche Voraussetzung ist die Spielfreude.


Im frühen Alter steht in der heilpädagogischen Förderung das experimentierende Spiel im Vordergrund, das Kind untersucht Gegenstände auf seine Beschaffenheit, es erkennt erste Gesetzmäßigkeiten, es manipuliert. So kommt es zu einem Zusammenspiel zwischen Körper und Bewegung.


Später lernt das Kind "symbolhaft" zu spielen, innere Vorstellungen können umgesetzt werden, Gegenstände werden umfunktioniert, das Kind setzt sich mit seiner unmittelbaren Umwelt auseinander, ahmt nach. Das Rollenspiel hat jetzt eine hohe Bedeutung (Beispiel: Essen spielen, Essen zubereiten, sauber machen...). In dieser Phase gewinnen auch das Regelspiel (sein Gegenüber wahrnehmen, sich in erste Regeln einfügen können) und das Konstuktionsspiel an Bedeutung.


Das Spiel ist in der heilpädagogischen Frühförderung ein elementarer Zugang zum Kind, es gibt im diagnostischen Bereich wichtige Hinweise auf die kognitive Entwicklung und den allgemeinen Entwicklungsstand des Kindes.